(uc). 25 Jahre alt, in der mittelhessischen Handball-Tradition beheimatet und doch stets erfolgreich: Der Linden Cup zog auch in diesem Jahr die Zuschauer in seinen Bann, bot in der Bundesligagruppe mit den Mannschaften der HSG Wetzlar, der MT Melsungen, des SC Magdeburg und des TV Hüttenberg Stars und Nationalspieler „zum Anfassen“, während in der Regionalgruppe die Teams der HSG Wetzlar, der SG Kleenheim, der HSG Wetzlar U23 und der MSG Linden sich vor vollem Haus einem großen Publikum präsentieren konnten.
„An jedem Tag in dieser Woche hatten wir mehr Besucher als an den betreffenden Spieltagen im Vorjahr“, zog Ulrich Lepper, Cheforganisator seit der ersten Turnierauflage, ein positives Fazit der diesjährigen Veranstaltung. Der in wenigen Tagen 78 Jahre alt werdende „Uli“, wie er in Handballkreisen gerufen wird, weiß, wovon er spricht. Nach dem Motto „Nur Gutes bewährt sich“, setzen er und ein rund 50köpfiges Organisationsteam die zum Teil minutiös geplanten Vorgaben in die Tat um. „Ist die Vorbereitung perfekt, dann wird auch das Turnier perfekt“, lautet das Credo, mit dem Ulrich Lepper und seine Leute rund zehn Monate vor dem ersten Anpfiff stets den nächsten Handball-Event planen. „Die Sponsoren halten uns nicht nur die Treue, sie halten uns auch am Leben“, weiß Lepper zu berichten, denn eine Woche Handball in der mittelhessischen Provinz auf die Bühne zu bringen, das ist ein Großprojekt der besonderen Art mit dem Etat eines mittleren fünfstelligen Betrags. Längst hat die Veranstaltung ihre Kapazitätsgrenze erreicht, doch ein Umzug in eine größere Spielstätte kommt für die Organisatoren und die gastgebenden Vereine TV Großen-Linden und MSG Linden nicht in Betracht. Der Charme einer proppenvollen Spielstätte, die Hausmacherwurstbrote am Tresen im Hallenvorraum , die Grillwurststation vor dem Eingang und das stets kühle Bier gehören seit dem ersten Tag zum Angebot des Linden Cups, der auch davon profitiert, dass die mittelhessischen Traditionsvereine TV 05/07 Hüttenberg und die HSG Wetzlar ihre Fans mit nach Linden bringen. Dass dann noch andere Erstligavertreter den Weg in der Saisonvorbereitung in die Lindener Stadthalle finden, hat, wie Ulrich Lepper betont, „etwas mit der Qualität der Veranstaltung, aber auch mit einem Handball-Netzwerk zu tun, das wir kontinuierlich aufgebaut haben“. Am Samstagabend stand dann ganz plötzlich der Macher, Organisator und Treiber Uli Lepper im Mittelpunkt des Geschehens, als die Vertreter des TV Großen-Linden und der MSG Linden ihm als Dank für die geleistete Arbeit einen Pokal sowie zwei Eintrittskarten zum Besuch der DHB-Pokalendrunde des REWE-FinalFours in Hamburg schenkten. Lindens Bürgermeister Jörg König sprach ebenfalls Dank und Anerkennung seitens der städtischen Gremien aus und überreichte Ehrenurkunde und Ehrennadel der Stadt. Ulrich Lepper, kein Freund solcher feierlichen Zeremonien, machte seinen Dank kurz und bündig: „Lasst uns jetzt endlich Handball spielen“.
In der abschließenden Partie zwischen der HSG Wetzlar und dem SC Magdeburg holte sich Wetzlar den Turniersieg vor der MT Melsungen, dem SC Magdeburg und dem TV Hüttenberg. In der Regionalgruppe setzte sich die HSG Wetzlar U23 vor der HSG Wettenberg, der MSG Linden und der SG Kleenheim durch. Mit Pokalen ausgezeichnet wurden als Torschützenkönige des Turniers der österreichische Nationalspieler Robert Weber (SC Magdeburg, 21 Treffer) und Tom Warnke (HSG Wettenberg, 22 Treffer). Die Ehrungen als beste Torhüter erhielten Benjamin Buric (HSG Wetzlar) und Alexander Scholz (HSG Wetzlar U23).
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Text: Ulrich Monz, Fotos: Achim Wagner
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